Meine kindlichen süchte und Sehnsüchte
Meine Familie hatte einen schweren Stand. Drei Kinder, wenig Geld. Mein Vater wurde von seinem Vater lediglich als Versager betrachtet. Meine Mutter kannte nur Arbeit und Kummer. Sehr früh wurde mein Vater zum Alkoholiker. Ich habe viele seelische und körperliche Verletzungen erlitten in meiner Kindheit, die schon sehr früh das Fundament legten für meine späteren Mehrfachabhängigkeiten und für meine Süchte und Sehnsüchte. Meine Eltern konnten meine Sehnsüchte nach Gott nicht stillen, so stillte ich sie mit Sucht. Allerdings hat Gott mich schon als Kind nicht fallen lassen, denn die Sommerferien bei meinem Onkel haben dazu beigetragen, dass ich als Erwachsener Mann doch noch Gott persönlich gefunden habe.
Liebe auf den zweiten Blick
Meine Kindheit verlies ich allmählich. Erwachsen sollte ich allerdings erst sehr spät werden. Ich war wütend auf meinen Vater und noch aggressiver gegen Alkohol, weil er unsere Familie zerstörte. Ich erlernte den Beruf des Großhandelskaufmanns, und ging für zwei Jahre zur Bundeswehr. In dieser Zeit, im Jahr 1972 starb meine Mutter - 49 Jahre jung an einer schweren Krankheit. Mein Vater hatte jetzt nur noch einen Freund, den Alkohol und die Zigarette. Diese Freunde nahmen seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch und entpuppten sich als Übermacht, der Tod mit 59 Jahren machte seinem Leben viel zu früh ein Ende. Ich ahnte noch nicht, dass sich die Sucht auch bei mir als Engel des Lichts, als Freund einschleichen würde, und auch meine Zerstörung plante. Doch mein allzu hinterlistiger Freund hatte die Rechnung ohne meinen wirklichen Freund - JESUS - gemacht.
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WENDEPUNKT
Meine Sehnsucht nach Annerkennung und Wertschätzung nahm groteske Züge an, und ich bemerkte nicht das ich Menschen zuFreunde hatte, die ganauso Selbstsüchtig waren wie ich. Sie erkannten das ich durch meine Arbeitssucht, meine Zuverlässigkeit und durch meine Sucht nach Annerkennung und Libe Ihnen wertvolle Dienste leisten konnte. Im Jahr 1983 kam dann der völlige Absturz. Eine sechsstellige Schuldensumme, Arbeitslosigkeit Wohnungslos, schwerste Depressionen, Mondsucht mit schlimmen seelischen und körperlichen Folgen. Auswegslosigkeit - am Ende.
DER HERR IST MEIN LICHT
Wir schreiben das Jahr 1984. Alle meine Wege zum Glück waren gescheitert, und Gott stellte mir in seiner gnade und Barmherzigkeit Menschen an die Seite die etwas von einem lebendigen glauben verstanden. Sie erzählten mir von der Liebe Gottes zu uns Menschen, von dem prophetischen Wort und seiner Erfüllung in unserer Zeit. Ich dachte ich hebe bisher alles möglich versucht , das Leben kennen, warum nicht, schaden kann es mir nicht. Ich fordete Bibelstudienbriefe von der stimme der Hoffnung, aud Darmstadt an. Durch eine Postkarte in meinem Briefkasten wurde ich auf diese Institution aufmerksam. Es dauerte etwa 2 Wochen dann kam ein sehr freundlicher Herr zu mir und bot mir an, mit mir die Bibel zu lesen. Wöchentlich einmal studierte ich mit Ferdinand Knobloch die Bibel. Was mich am meisten beeindruckte, dieser Mann lebte was er lehrte. Nach sehr intensiven Bibelstudium folgte eine meiner wichtigsten und schönsten Entscheidungen meines Lebens. Ich lies mich nach dem Vorbild Jesu taufen. Das Jahr des Bibelstudium mit Herrn Knobloch und die anschließende Taufe in die Adventgemeinde Mannheim waren ein sehr wichtiges Fundament für das weite Leben mit meinem besten Freund:
DER HERR IST MEIN HIRTE
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Der lange Weg aus Sucht - Sünde

Viele Wegbegleiter meines Lebens haben mich gefragt, wie kann ich Gott erleben und erfahren? Diese Frage stellte ich am Anfang meines Bibelstudiums auch sehr oft. Ich begann über meine Sorge, Nöte, Probleme, Konflikte zu reden mit dem Prediger - Herrn Knobloch. Ich war Mondsüchtig und in dieser Zeit verbrachte ich ganze Nächte auf dem Heidelberger Schloss, ohne anschließend zu wissen, was ich die ganze Zeit gemacht hatte. Ich hatte schlaflose Nächte mit Alpträumen, meine verstorbene Mutter erschien in meinem Zimmer, die Wahrsagerin, die ich besuchte hatte sprach in der Nacht immer noch zu mir. Meine Schuldenlast erdrückte mich schier, ich hatte keine Arbeit. Ich hatte ein Kind verloren, es starb bereits im Mutterleib. Ich vermisste meine Mutter, und warum erschien sie mir in der Nacht. Herr Knobloch betete für mich und für meine Befreiung. Ich lernte allmählich, was es heißt zu beten. Mit Gott umgehen, wie mit einem Freund. Ihm alles zu sagen, und ehrlich zu sein zu ihm. Viele Menschen haben zu mir gesagt, sie hätten auch gebetet und nichts sei geschehen. Wie war das bei dir, haben sie mich gefragt. Die Antwort darauf ist fesselnd, faszinierend, erstaunlich - Gott antwortet. Das habe ich immer wieder neu erlebt in den vergangenen zwanzig Jahren. Gott liebt mich und will meinen Charakter in seinen Charakter umwandeln, das ist Evangelium für die geplagte Menschenseele.
Römer 7, 14 -25
(14)Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; (a) ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.
(15)Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich.
(16)Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut ist.
(17)So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
(18)Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch*, (a) nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
*Siehe Sach- und Worterklärungen (vgl. 7,25; 8,3-9).
(19)Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
(20)Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
(21)So finde ich nun das Gesetz, daß mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
(22)Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
(23)Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt* und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. (a) *Siehe Sach- und Worterklärungen.
(24)Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?
(25)Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! (a) So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.

Ellen White beschreibt Sucht und Sünde mit nachfolgeneden Eindrucksvollen Worten.
Ich kann mich nur dem anschliessen.
DER BESSERE WEG
SEITE 49 - 51: sehr empfehlenswert
Bleibt noch die Frage zu beantworten: Wie kann ich mich Gott ganz hingeben? Oft wünschen wir zwar, ganz Gott zu gehören, doch wir sind zu schwach im Glauben, hegen Zweifel oder hängen immer noch am alten Leben. Wohl nehmen wir uns vor, endlich ernst zu machen, doch dann scheitert alles wieder daran, daß wir unsere Gedanken, Gefühle und unheiligen Wünsche nicht im Zaum halten können. Mit jedem neuen Anlauf und jeder neuen Niederlage, schwindet die Selbstachtung und wächst die Entmutigung. Wir fürchten, Gott könnte uns endgültig fallen lassen. Wenn es dir so geht, dann laß dir sagen: Solange du wirklich zu Gott gehören willst, brauchst du wegen deines Versagens nicht zu verzweifeln. Vielleicht hast du nur eine falsche Vorstellung von der Bedeutung deines Willens.
Es kommt darauf an, daß wir unseren Willen richtig einsetzen. Gott hat den Menschen mit der Fähigkeit aus-gestattet, sich entscheiden zu können. Wir können ja sagen oder nein. Wer ja sagt zu Gott, hat eine Willensentscheidung getroffen. Das heißt nicht, daß diese Entscheidung bereits unser Herz verändert, aber für Gott ist sie ein Signal, daß wir uns ein reines Herz und einen neuen, beständigen Geist schenken lassen möchten.
Mit der Liebe zu Gott ist es ähnlich. Niemand kann ihn aus eigenem Vermögen lieben. Liebe funktioniert nicht auf Knopfdruck. Es hat also keinen Sinn zu sagen: Ab heute liebe ich Gott! Doch es ist ungeheuer wichtig, sich für diese Liebe zu entscheiden und zu sagen: Herr, ich möchte für dich da sein!
Wenn wir Gott wirklich lieben und zu ihm gehören wollen, dann belohnt er das damit, dass er das Vollbringen schenkt. Das Wollen ist unsere Sache, für die Verwirklichung sorgt Gott. Die notwendigen Veränderungen vollziehen sich zwar nicht ohne uns, doch immer ist er die treibende Kraft. Sein Geist weckt in uns die Liebe zu Gott und bringt unser Leben unter die Herrschaft Christi. Erstaunt werden wir feststellen, daß auch unsere Gedanken und Wünsche mehr und mehr mit dem übereinstimmen, was Gott will.
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