Jeder Mensch kann gerecht werden, allerdings nur durch die Gnade Gottes und seinen Geist.
Nehmen wir einmal an, in einem kleinen Ort wir nennen ihn Oberdorf wohnen genau tausend Menschen. Die Leute sind in einer verzweifelten Lage, denn seit einem Jahr hat keiner in diesem Ort mehr Arbeit. Sie wissen nicht wovon sie leben sollen, und wenn sich nicht bald etwas ändert, wird Oberdorf aussterben.
Zum Glück ändert sich die Situation schlagartig. Eines Tages kommt zufällig ein Unternehmer in den Ort, um zu tanken.
Dort erfährt er, wie es um die Bürger von Oberdorf steht. Die Menschen tun ihm leid, und er beschließt, Ihnen eine Anschubfinanzierung von einer Million EURO zu geben. Er beschafft sich die Namen und Adressen sämtlicher Bürger und beauftragt seinen Buchhalter, für jeden einen Scheck über 1000 EURO auszustellen. Als alle Schecks ausgestellt sind, wirft er sie gesammelt in den Briefkasten. Einige Tage später hat jeder den Scheck in den Händen. Einige lösen den Scheck sofort ein und kaufen Lebensmittel. Andere sind skeptisch. Keiner ist so dumm, fremden Menschen 1000 Euro zu schicken einfach nur so sagen sie und werfen den Scheck weg.
Was will ich mit dieser Geschichte sagen? Jeder Bürger von Oberdorf besaß Tausend Euro, doch ausbezahlt bekamen das Geld nur diejenigen die den Scheck einlösten. Die anderen besaßen das Geld zwar auch, aber sie hatten es nicht. Und solange sie es nicht hatten, nützte es ihnen nichts.
Dieses erfundene Beispiel führt uns zu einem wichtigen Punkt in Sachen Rechtfertigung. Wie jeder Bürger von Oberdorf einen Scheck bekam, so ist auch jeder Mensch in dieser Welt gerechtfertigt worden.
Könnte das Ihr Protest gewesen sein? Ja es ist so. In christlichen Kreisen, eventuell in adventistischen Kreisen wird behauptet, dass Gott den Menschen erst rechtfertigt, wenn er Christ wird. In gewisser Weise ist das richtig, aber darauf werden wir später noch einmal zurück kommen. Zunächst einmal wollen wir die Bibel dazu fragen und Paulus gibt uns eine sehr interessante Antwort darauf.
18Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. d 19Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so ewerden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.
Als unser Urvater Adam sündigte, wurden mit ihm alle Menschen zu Sündern. Um das zu wissen, muss man nicht einmal die Bibel bemühen, denn das entspricht unserer täglichen Erfahrung.
Ein kurzer Blick in die Zeitung genügt, um alle Zweifel an der Sündhaftigkeit der Menschheit zu zerstreuen. Doch Christus kam, um Adams Tat rückgängig zu machen. Wie durch Adam die ganze Menschheit in die Sünde geraten ist, so wird die ganze Menschheit durch Christus gerechtfertigt. Viele Theologen sind sich darin einig, das Paulus folgendes sagen will:
MOMENT MAL ist das ihr Protest Wird also jeder Mensch der je gelebt hat, in Gottes neuer Welt leben dürfen? Das hat Paulus nicht gesagt und das hat er auch nicht gemeint. Was hat denn Paulus gesagt?
Als Christus am Kreuz starb, bezahlte er die Schuld für die Sünden jedes Menschen wann immer und wie er auch gelebt haben mag. Das allein genügt aber nicht, um die Schuld tatsächlich zu tilgen. Jeder Sünder muss damit einverstanden sein und dieses Geschenk der Rechtfertigung auch für sich in Anspruch nehmen.
MEINE SCHULD IST GETILGT !

Habe ich Vergebung meiner Sünden erhalten, gleichgültig wie viel und wie oft ich in der Vergangenheit gesündigt habe. Durch das Blut Jesu bin ich frei gekauft, und durch die Annahme der Rechtfertigung aus Glauben betrachtet mich Gott so, als wenn ich nie gesündigt hätte.
An diese Stelle gehört die Geschichte vom Oberdorf. Jeder Einwohner besaß 1000 Euro, aber nicht jeder hatte das Geld auch zur Verfügung. Nur diejenigen, die ihren Scheck einlösten, hatten etwas von ihrem Besitz.
Habe ich einen Gewinn von meinem Besitz ???

So ist das auch mit der Rechtfertigung. Jesus bezahlte den Preis für jeden Menschen. Jeder Sünder besitzt die Rechtfertigung. Sie ist praktisch auf sein Konto über-wiesen worden, als Christus am Kreuz für alle Men-schen starb. Allerdings haben nur diejenigen, die diesen Scheck einlösen, wirklich etwas von der Rechtfertigung, die ihnen theoretisch zur Verfügung steht.
Haben Sie den Scheck eingelößt ???
2 Vorraussetztungen sind notwendig
Die erste Vorraussetzung zum Empfangen der Rechtfertigung ist der Glaube.
EPHESER 2, 8 - 10:
(8)Denn (a) aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und (b) das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,
(9)(a) nicht aus Werken, (b) damit sich nicht jemand rühme.
(10)Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus (a) zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.
Die zweite Vorraussetzung zum Empfangen der Rechtfertigung ist Busse. Das ist ein durch und durch Biblisches Konzept. Johannes der Täufer und Jesus selbst gehen übereinstimmend darauf ein:
Matthäus 3, 2
Mt 3,1 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes
Mt 3,2 und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen !
Wir wollen uns diesen schlichten, einfachen und dennoch bedeutungsvollen Satz einmal genauer ansehen. Er hat zwei Teile. Busse umfasst: LEID ÜBER SÜNDE und ABKEHR VON SÜNDE.
Beachten wir den Unterschied: DAS LEID ÜBER DIE SÜNDE IST EINE EINSTELLUNG. DIE ABKEHR VON SÜNDE IST EINE TAT. Wobei mit TAT nicht gute Werke gemeint sind, mit denen wir die Erlösung in irgendeiner Form verdienten könnten.











