Die "Zeit der Verlobung" nutzen . . .

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Zur Zeit Jesu war eine Verlobung gleichzusetzen mit der Eheschließung, jedoch ohne dass die Ehe auch vollzogen wurde. Der Ehevertrag beinhaltete die Zahlung eines Kaufpreises und begründete einen Rechtsanspruch auf die Braut. Sie war vom Tage der Verlobung an, die rechtmäßige Frau ihres zukünftigen Ehemannes. Sie blieb jedoch Jungfrau bis zum Tag der Hochzeit.
Die Verlobungszeit dauerte ein Jahr. Sie diente Braut und Bräutigam dazu, sich auf die Hochzeitszeremonie vorzubereiten.
Wie die Braut sich auf den Tag der Hochzeit freut, den Tag ab dem sie endlich mit ihrem Mann zusammenleben kann, so freut sich die Gemeinde, freuen wir Christen uns auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt, um seine Gemeinde zu sich zu nehmen »Amen, ja, komm, Herr Jesus!« (Offb 22,20).
Wie nutzen wir die Zeit der Verlobung?
Wir wollen in dieser Zeit nicht untreu werden, sondern die Zeit nutzen, uns auf die Zeit, die Ewigkeit an der Seite unseres Ehemannes vorzubereiten. Das heißt, ihn kennen zu lernen, seine Gefühle, Vorlieben, Wünsche in Erfahrung zu bringen, uns mit seiner ganzen Art zu denken und zu leben vertraut zu machen.

Andreas Bürgin