AGAPE 5 - EIN EVANGELIUM - VIER FARBEN

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VON GUTEN MÄCHTEN

 

DAS EVANGELIUM IN FARBEN - 01 GELB

 

DAS EVANGELIUM IN FARBEN - SCHWARZ 02

 

DAS EVANGELIUM IN FARBEN - ROT - 03

 

DAS EVANGELIUM IN FARBEN - WEISS - 04

 

GESPRÄCH ZWISCHEN ZÜNDHOLZ UND KERZE

Gespräch zwischen Zündholz und Kerze Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: "Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden."
"Oh nein", erschrak die Kerze, "nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."
Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn ein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?" "Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften", flüstert die Kerze unsicher und voller Angst. "Es ist wahr", entgegnete das Zündholz. "Aber das ist doch das Geheimnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen. Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben ..."
Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: "Ich bitte dich, zünde mich an ..."

 

JESAJA 40,3:

 

MATTHÄUS 9,36:

 

DER BAMBUS

Geschichte vom Bambus In einem großen Garten wuchs ein Bambusbaum. Der Herr des Gartens hatte seine Freude an ihm. Von Jahr zu Jahr wurde er kräftiger und schöner. Eines Tages aber blieb er vor ihm stehen und sagte: "Lieber Bambus, ich brauche dich!" Der Baum antwortete: "Herr, ich bin bereit, gebrauche mich, wie du willst." Die Stimme des Herrn wurde ernst: "Um dich zu gebrauchen, muß ich dich beschneiden!" Der Baum erzitterte: "Mich beschneiden? Deinen schönsten Baum im Garten? Nein bitte, das nicht, bitte nicht! Verwende mich doch zu deiner Freude, Herr, aber beschneiden ...!" Der Herr sagte noch ernster: "Wenn ich dich nicht beschneide, kann ich dich nicht gebrauchen."
Im Garten wurde es ganz still. Der Wind hielt den Atem an. Langsam beugte der Bambus seinen herrlichen Kopf und sagte leise: "Herr, wenn du mich anders nicht gebrauchen kannst, dann beschneide mich!" Doch der Herr fuhr fort: "Mein geliebter Bambus, ich werde dir auch deine Blätter und Äste abschneiden!" "Ach, Herr, davor bewahre mich. Zerstöre meine Schönheit, aber laß mir bitte Blätter und Äste!" "Wenn ich sie dir nicht abschneide, kann ich dich nicht gebrauchen!"
Die Sonne versteckte ihr Gesicht. Ein Schmetterling flog ängstlich davon. Bis ins Mark getroffen, flüsterte der Bambus: "Herr, schlag sie ab!"
"Mein geliebter Bambus, ich muß dir noch mehr antun. Ich muß dich mitten durchschneiden und dein Herz herausnehmen. Wenn ich das nicht tue, kann ich dich nicht gebrauchen!" Da neigte sich der Bambus bis zur Erde: "Herr, schneide und teile!"
So schnitt der Herr des Gartens den Bambus, hieb seine Äste ab, streifte seine Blätter fort, teilte ihn in zwei Teile und schnitt sein Herz heraus. Dann trug er ihn mitten durch die trockenen Felder in die Nähe einer Quelle. Dort verband er mit dem Bambusstamm die Quelle mit der Wasserrinne im Feld. Und das klare, glitzernde Wasser schoß durch den zerteilten Körper des Bambus in den Kanal und floß auf die dürren Felder, um eine reiche Ernte möglich zu machen. - So wurde der herrliche Bambus erst zum großen Segen, als er gebrochen und zerschlagen war.

 

SEGNE DU MEINEN TAG

 

DIE LIEBE VOM KREUZ

 

JESAJA 26,4:

 

DAS LOS

Das Los Ein frommer Mann betete zu Gott, er möge ihn im Lotto gewinnen lassen. Er betete Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Nach einer kleinen Ewigkeit hörte er beim Gebet plötzlich die donnernde Stimme Gottes, die sagte:

"Dann gib mir endlich mal eine Chance und kauf dir ein Los!"

 

ZITAT DES TAGES

Heine, Heinrich (1797 - 1856): Was ist in der Kunst das Höchste? Das, was auch in allen andren Manifestationen des Lebens das Höchste ist: die selbstbewußte Freiheit des Geistes.

 

DANIEL 3,33:

 

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